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Autor: Dr. Peter Niehenke
Bei dieser Einführung in die Astrologie handelt es sich um Auszüge aus dem Buch von Dr. Peter Niehenke: "Astrologie - Eine Einführung" (Reclam-Verlag 1994 - ISBN 3-15-007296-4). Auf astrologix veröffentlicht mit frdl. Genehmigung des Autors.

Astrologie - Eine Einführung:


Kapitel 6.1:

Astrologische Prognose - Fahrplan für's Schicksal?

 

Im Bewußtsein der breiten Öffentlichkeit wird mit Astrologie nach wie vor Prognose, wenn nicht gar Wahrsagerei assoziiert. Doch nicht nur in der breiten Öffentlichkeit: Auch viele Astrologen sind der Meinung, daß erst die Prognose den wahren Wert der Astrologie zeige, daß im Prognostizieren der "eigentliche Sinn" der Astrologie liege.

Eine von mir in Zusammenarbeit mit einer esoterisch orientierten Zeitschrift durchgeführten Leserumfrage ergab im Jahre 1987, daß bei 62 % der Befragten der Wunsch, sich besser kennenzulernen, das entscheidende Motiv für den Besuch beim Astrologen war. Entsprechend haben 83 % der Befragten sich ein Charaktergutachten erstellen lassen, nur 58 % ein prognostisches Gutachten. In diesem Zusammenhang ist dann die Frage nach der Zufriedenheit mit der Beratung besonders interessant: Bei den Charaktergutachten fanden 77 % der Befragten das Gutachten vollständig oder doch überwiegend zutreffend, bei den Prognosen waren es noch 44 %.
Die offensichtliche Unzuverlässigkeit astrologischer Ereignis-Prognosen, die sich in diesen Zahlen niederschlägt, ist sicher auch ein Grund dafür, daß man bei Astrologen (speziell der jüngeren Generation) ein Nachlassen des Interesses an der Prognose feststellen kann. Hinzu kommen aber auch Gründe aus der Sicht dessen, der Astrologie erlernen will: Haben wir es im Bereich der Deutung der Radix-Horoskops (Geburtshoroskops) schon mit einer für den Anfänger verwirrenden Vielfalt von Methoden oder Systemen zu tun (siehe Kapitel 1), so steigert sich die Methodenvielfalt bei der Prognose ins Groteske.

Nun entstehen neue Methoden in der Regel ja dann, wenn die vorhandenen Methoden als unzulänglich empfunden werden. Methoden mit großer "Treffsicherheit" würden sicher nicht dauernd abgewandelt. So ist auch die Vielfalt der Methoden ein weiterer Hinweis, daß wir uns als Astrologen im Bereich der Prognose offensichtlich nicht so ganz sicher sind. Dies gilt allerdings eigentlich nur für die sog. Ereignisprognosen, d. h. für die Ansicht, man könne aus dem Horoskop konkrete Geschehnisse, konkrete Ereignisse vorhersagen. Ich will an einem (von manchen vielleicht als "absurd" eingestuften) Beispiel demonstrieren, warum Ereignisprognosen prinzipiell unmöglich sind:

Nehmen wir an, eine Person schneide einer anderen Person den Bauch auf. Kann man dieses Ereignis an einer bestimmten Konstellation erkennen? Wenn ja: Ist es dieselbe Konstellation, wenn es sich um eine Messerstecherei handelt oder um eine Operation? Angenommen, dies sei der Fall: Dann kann man mit dieser Konstellation nichteinmal zwei so grundlegend verschiedene Handlungen wie einen "Mord" und "Lebensrettung" unterscheiden. Angenommen, die zwei Handlungen werden durch verschiedene Konstellationen im prognostischen Horoskop angezeigt: Welcher Unterschied wird denn dann durch die zwei verschiedenen Konstellationen genau erfaßt? Spiegeln die verschiedenen Konstellationen, daß sich das eine im Krankenhaus abspielt und das andere auf der Straße? Oder daß das eine mit und das andere ohne Betäubung erfolgt? Oder daß das eine mit allen Vorsichtsmaßnahmen der Desinfektion und das andere ohne diese Vorsichtsmaßnahmen vor sich geht? Oder spiegeln die verschiedenen Konstellationen die verschiedenen Motive der "Bauchaufschneider" (einmal eine Hilfeleistung, das andere Mal eine Tötungsabsicht) oder schließlich die unterschiedlichen Folgen für den Betroffenen (schließlich ist es ja sein Horoskop)? In anderen Worten:

 

Was genau ist ein Ereignis?

 

Genauer: Was ist ein astrologisch erfaßbares "Ereignis"?

Wenn der Arzt in dem gerade angeführten Beispiel die Operation ohne Einwilligung der betroffenen Person ausführt (das wäre im Sinne der deutschen Rechtssprechung eine Körperverletzung), ist es dann dasselbe "Ereignis" (Operation), wie wenn es mit ihrer Einwilligung geschieht? Die objektiv ablaufenden (ggf. auf Film aufgezeichneten) Handlungen während des Ereignisses könnten dabei identisch sein: Würde sich das auch in identischen Konstellationen niederschlagen?

Jedes Ereignis erhält seinen Sinn erst durch den Kontext, in den es hineingestellt wird. Denken wir an die verschiedenen Arten von Mord: Im Krieg erhalte ich für die Tötung eines Menschen, sofern er die "richtige" Nationalität hat, einen Orden, im Frieden gerate ich ins Gefängnis. Ist das nun in beiden Fällen dasselbe Ereignis (Menschen ermordet)? Oder sind es zwei verschiedene Ereignisse (hypothetisch angenommen, es handle sich bei Täter und Opfer in beiden Fällen um dieselben Personen)?

Was "die Wirklichkeit" eines Menschen ausmacht, hängt sehr stark von seinem Standpunkt, seiner Haltung ab. "Das Glas ist noch halb voll", sagt der Optimist; "das Glas ist schon halb leer", der Pessimist.

Haben beide in diesem Moment dieselbe oder verschiedene Konstellationen. Wenn beide dieselbe Konstellation haben, dann ist das Horoskop scheinbar blind für gefühlsmäßige Unterschiede, blind für die subjektive "Wahrheit" des Horoskop-Eigners, dann sagt es nichts über sein "Erleben". Wenn aber beide verschiedene Konstellationen haben, dann gibt es keine eindeutigen "Ereignisse", dann zeigt das Horoskop an, wie ein Ereignis sich im subjektiven Erleben einer Person niederschlägt, was ein Ereignis für diese Person bedeutet.
Durch Symbole oder Kombination von Symbolen auf konkrete Ereignisse schließen zu wollen, ist genau so sinnlos, wie der Versuch, eindeutig zu definieren, was Glück, Liebe oder Freiheit ist, oder auf den Tag (oder gar die Stunde) genau bestimmen zu wollen, wann im biologischen Sinn (nicht im formaljuristischen Sinn) die Kindheit zu Ende oder ab wann man ein Greis ist.
Die zuletzt beschriebene Auffassung ist auch die offzielle Haltung eines Großteils der Astrologen. Im Thesenpapier astrologischer Vereinigungen, unterzeichnet von den vier größten deutschen Astrologen-Verbänden und dem Schweizer Astrologen-Bund, heißt es: "Auch bei der Prognose ist nicht das 'konkrete Ereignis' faßbar, sondern seine sich aus der Struktur ergebende Bedeutung, eine Bedeutung, die sich in verschiedenen sinngemäß gleichen Ereignissen manifestieren kann." (aus These 7)

 

Was sagt das prognostische Horoskop aus?

 

Unsere körperliche, seelische und geistige Entwicklung verläuft nicht in allen Bereichen stetig: Für bestimmte Fertigkeiten gibt es Phasen, in denen wir für das Erlernen einer bestimmten Lebenstechnik besonders empfänglich sind. Der Volksmund sagt: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." So lernen wir als Kind unsere Muttersprache "kinderleicht". Wenn wir später in ein anderes Land überwechseln, dann lernen wir die neue Sprache dort ebenso "kinderleicht", sofern wir die Pubertät noch nicht erreicht haben. Nach der Pubertät jedoch ist die "Plastizität" unserer Sprachentwicklung drastisch eingeschränkt: Wir müssen die neue Sprache dann als "Fremdsprache" (mehr oder weniger mühevoll) erlernen. Bei vielen Tieren sind solche sensiblen Phasen der Entwicklung sehr augenfällig. Man denke an das Beispiel der Graugans des Tierforschers Konrad Lorenz: In seinen berühmt gewordenen Experimenten mit Graugänsen zeigte er, daß ein Jungtier nach dem Schlüpfen dasjenige Wesen als "Muttertier" empfindet, daß es als erstes sieht. Für eine seiner Graugänse war Konrad Lorenz selbst das Muttertier - und sie folgte ihm auf Schritt und Tritt.

Die Entfaltung unserer Persönlichkeit folgt bestimmten Rhythmen. Zum Teil sind diese Rhythmen genetisch relativ eng vorprogrammiert, so etwa die sexuelle Entwicklung, doch gibt es auch hier eine große Streubreite (in Einzelfällen kommen Kinder schon mit 7 Jahren in die Pubertät, im Durchschnitt in unserer Kultur zwischen 11 und 14 Jahren). Ein Junge vor der Pubertät wird auf ein Mädchen, das sich vielleicht in ihn verliebt hat, ganz anders reagieren als nach der Pubertät. Das Ereignis: "Ein junges Mädchen hat sich in mich verliebt" führt für ihn dann nämlich zu einer ganz anderen Erfahrung, einer Erfahrung, die er vorher gar nicht machen könnte.

Aber auch nach der Pubertät wird seine Reaktion von verschiedenen Umständen abhängen. Sicher wird sie z. B. sehr stark davon abhängen, um welches Mädchen es sich handelt, aber sie wird auch davon abhängen, "wie er in Stimmung" ist, ob er also gerade empfänglich für dieses Thema ist.

Meiner Überzeugung nach gibt es das ganze Leben hindurch "sensible Phasen" für bestimmte Entwicklungen: Kurzfristige Schwankungen nennen wir gewöhnlich "Stimmungen" oder "Lust auf etwas haben", wir alle kennen aber wahrscheinlich die Erfahrung, daß bestimmte Themen phasenweise für Wochen oder Monate oder für ganze Lebensabschnitte an Bedeutung zu- oder abnehmen. In einer sensiblen Phase sind wir für bestimmte Themen besonders empfänglich (nach der Pubertät sieht der Junge Mädchen plötzlich "mit anderen Augen"), suchen (bewußt oder, meistens, unbewußt) nach Möglichkeiten, durch Erfahrungen in dem entsprechenden Lebensbereich einen bestimmten Aspekt unserer Persönlichkeit zu entwickeln oder weiter zu entwickeln, durch Auseinandersetzung mit diesem Thema reifer zu werden. Wir nehmen dann alle Dinge unserer Umwelt, die mit diesem Thema zu tun haben, stärker (oder überhaupt erst) wahr, sehen Dinge, die wir vorher nicht beachtet haben, reagieren auf Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Thema plötzlich sehr sensibel.

Pointiert ausgedrückt sagt das prognostische Horoskop nicht, was geschehen wird, sondern was geschehen soll. Ich fasse das prognostische Horoskop, ebenso wie das Radix-Horoskop, als eine Struktur auf, auf die hin wir uns entwickeln müssen, um "heil", "ganz" oder "im Einklang mit unserer innersten Natur", in diesem Sinne also "gesund" zu sein. Auch das Radix-Horoskop sagt m. E. nicht, wie wir sind, sondern wie wir sein sollen, es ist eine "Instruktion" und bezieht daraus auch seine Fruchtbarkeit für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit: es hilft uns auf dem Wege der Selbstfindung, auf dem Wege, zu dem zu werden, der wir "eigentlich" sind. Ich möchte diesen Gedanken an einigen Beispielen veranschaulichen:

 

Saturn und Jupiter in der Prognose

 

Ein prognostischer Kontakt von Saturn mit einem anderen Planeten oder einem Feld hat für mich prinzipiell die gleiche Bedeutung wie im Radix. Bezieht sich der Kontakt im Radix auf einem Schwerpunkt im Leben dieses Menschen, so bezieht er sich in der Prognose auf eine bestimmte (kürzere oder längere) Phase im Leben dieses Menschen. So bedeutet ein Quadrat von Saturn zu Mond: "Du bist in dieser Phase besonders empfänglich, den Reichtum Deiner Empfindungswelt um die Dimension Trauer und/oder Schmerz zu erweitern oder zu vertiefen. Laß Dich ein auf das Erlebnis, daß Bedürfnisse und Sehnsüchte Grenzen der Realisierbarkeit haben. Spüre, wie und wo Normen, Konventionen oder Notwendigkeiten der Sicherung Deiner Existenz Deine naive Erwartung auf Erfüllung und Befriedigung Deiner Bedürfnisse enttäuschen und daß Dich dies traurig macht. Spüre vielleicht auch (je nach Felderstellung und sonstigen Konstellationen), daß es zuweilen notwendig sein kann, sich eine harte Schale zuzulegen oder sich von Menschen abzugrenzen oder zu trennen. Spüre dem Harten in Dir nach und der Angst."

Dies sind natürlich nur Andeutungen, denn die konkrete Bedeutung eines solchen Saturn-Mond-Kontakts ergibt sich erst aus der Beachtung der Gesamt-Struktur, insbesondere der kosmischen Situation von Mond und Saturn im Radix. Deutlich geworden sein dürfte jedoch der Tenor: Nimm Dein Horoskop an! Gehe mit Deinen Konstellationen, im Einklang mit ihnen, nicht gegen sie! Wachse und reife, indem Du die Chance des Moments ergreifst."

Analog würde ich bei einem Trigon von Saturn und Mond den Akzent folgendermaßen verlagern: "Du bist in dieser Phase besonders empfänglich für die Erfahrung, daß Du die Fähigkeit hast, Deine Wünsche und Sehnsüchte auf die konkreten Möglichkeiten Deiner Lebenssituation abzustimmen, Verzicht und Einschränkung nicht nur als etwas zu empfinden, was im Widerspruch zu Deinen Bedürfnissen steht, sondern auch als etwas, das Dir hilft, die tiefere Bedeutung, den eigentlichen Kern dessen, wonach Du Dich sehnst, verstehen oder doch ahnen zu können. Du spürst vielleicht, daß Ernst und ein gewisses Maß an Zurückhaltung Deiner gegenwärtigen SeelenVerfassung besser entspricht, stimmiger ist als Ausgelassenheit und Suche nach Ablenkung. Vertrau diesem Gefühl!"

Diese allgemeinen Deutungen lassen sich natürlich etwas konkreter fassen, wenn man die Zeichen- und Felderstellungen von Mond und Saturn einbezieht und sie lassen sich in der Regel auch auf ganz konkrete Lebenssituationen beziehen, wenn man den Lebenshintergrund des Horoskopeigners kennt und bei der Deutung berücksichtigen kann. Die Schwierigkeit mit dieser Art Zugang zum Horoskop besteht wohl häufig darin, daß der Klient in einer Situation ist, bei der auch wir selbst das Gefühl haben, daß "das Schicksal" ihm schon zuviel Saturnisches aufgebürdet hat und unsere Ermahnung, diese Erfahrungen zuzulassen, auf ihn nur zynisch wirken könnten.

In diesem Fall kann es hilfreich sein, gemeinsam mit dem Klienten nachzuschauen, ob er nicht vielleicht in einem frühen Stadium der Situation, in der er sich jetzt befindet, durch den Versuch der Vermeidung saturnischer Erfahrungen zu einer Eskalation beigetragen hat, die ihn erst in diese Situation führte, in der er jetzt ist. In der Regel braucht der Klient sich nämlich nicht erst zu entscheiden, saturnische Erfahrungen aufzusuchen, sondern sie scheinen sich ihm ohnehin (meist gegen seinen Willen) aufzudrängen. Diese Erfahrung ist wahrscheinlich die Ursache der subjektiven Überzeugung vieler Kollegen, daß das Horoskop eben doch anzeigt, was passiert - und nicht nur, was passieren soll.

Tatsache ist aber, daß es in der Seele eines jeden Menschen eine Kraft gibt, die ihn zur Erfüllung seines Wesens drängt. Die aus dieser Kraft resultierenden Impulse sind selten im Einklang mit dem, was der Mensch bewußt anstrebt (außer bei den Weisen), weil unsere bewußten Strebungen sich selten daran orientieren, das eigene Wesen umfassend zu entwickeln, sondern sich darauf konzentrieren, einige dominante Begierden (bei jedem eine etwas andere Zusammensetzung) wie Zärtlichkeitsbedürfnis, Sexualität, Unabhängigkeit bzw. Freiheit, Souveränität bzw. Macht, Ansehen bzw. Ruhm usw. zu befriedigen. Und daß häufig bestimmte Konstellationen zu immer ähnlichen Ereignissen führen, hängt weniger damit zusammen, daß diese Konstellationen Indikatoren dieser Ereignisse sind, als vielmehr damit, daß die meisten Menschen ihre aus dem Inneren aufsteigenden Impulse wenig phantasievoll nach den in ihrer Kultur üblichen Mustern ausleben.

Ich möchte nun auch noch einen Jupiter-Transit exemplarisch deuten, aus Gründen der Vergleichbarkeit soll es zunächst ein Jupiter-Mond-Trigon sein: "Du bist in dieser Phase besonders sensibel für die Möglichkeit, Dich glücklich zu fühlen (und dies selbst unter 'objektiv' vielleicht widrigen Umständen), weil Du die Dinge, derer Du bedarfst, auch als sinnvoll und fruchtbar für Deine Entwicklung erleben kannst. Deine Sehnsüchte stehen im Einklang mit dem, was Du aus Deinem tiefsten Inneren heraus für 'gut' hältst. Genieße! Wenn es ein ungewohntes Gefühl für Dich ist: Versuche Vertrauen zu fassen und es dennoch uneingeschränkt zuzulassen. Gönn' Dir etwas und koste die Erfahrung aus, gut mit Dir und anderen Menschen umzugehen. Spüre dem Gütigen in Dir nach und versuche, die tiefere Bedeutung der Freude zu verstehen oder doch zu ahnen."

Analog würde ich den Akzent bei der Deutung eines Quadrats von Jupiter zu Mond, folgendermaßen verlagern: "Du bist in dieser Phase besonders sensibel für die Suche nach dem 'Glück', wobei es für Dich wichtig ist, Dich mit der Frage auseinanderzusetzen, wo Deine Sehnsüchte, Deine 'Bedürftigkeit' die volle Entfaltung Deiner Persönlichkeit in ihrer Ganzheit vielleicht behindert. Möglicherweise wirst Du diesen Konflikt als einen 'Wertkonflikt' erfahren, wirst vielleicht spüren, daß Werte von 'objektiv' gleichem Rang zueinander in Widerspruch geraten können. Es geht darum, die Dinge, die Dir 'gut tun' (in einem direkt wohltuenden Sinn, im Sinne auch des Wohlbehagens) zu vereinbaren mit den Dingen, die Dir 'gut tun' (im Sinne des Wachstums, der Förderung der Entfaltung aller Aspekte Deiner Persönlichkeit)."

 

Die "Kunst des Lebens"

 

Man könnte die bisherigen Beispiele vielleicht so mißverstehen, daß ein Astrologe den Klienten zu einer fatalistischen Annahme seiner Lebensbedingungen überreden soll, auch da, wo diese evtl. änderungsbedürftig sind. Dieses Mißverständnis läßt sich durch ein weiteres Beispiel vielleicht ausräumen: Bei einem Trigon von Saturn zu Mars etwa würde ich dem Menschen empfehlen, sich auf seine Kraft zum Widerstand zu besinnen, bei einer Opposition von Pluto zu Mars vielleicht gar auf sein zerstörerisches Potential. Auch bei der Prognose gilt: Es geht darum, in jedem Augenblick der Ganzheit der eigenen Person, ausgedrückt in der Ganzheit des eigenen Horoskops, auch des prognostischen Horoskops, gerecht zu werden, die unterschiedlichen Aspekte der eigenen Persönlichkeit, die unterschiedlichen Strebungen zu einem einheitlichen Ausdruck der eigenen Individualität zu verschmelzen. Das ist "die Kunst des Lebens", die wahre "Lebenskunst", und das Horoskop kann uns helfen, wahre "Lebenskünstler" zu werden.

 

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