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Der Häuserstreit in der Astrologie

 

Die Astrologie wird von ihren Gegnern aus den verschiedensten Richtungen angegriffen. Ein – vermeintlich vernichtender – Vorwurf richtet sich gegen die Vielfalt astrologischer Techniken. Von wenigen Fixpunkten abgesehen, unterscheiden sich die methodologischen Ansätze der unterschiedlichen astrologischen Schulen zum Teil diametral. Die unumstrittenen Punkte, wie der zwölfgeteilte Tierkreis, die Bedeutung der (klassischen) Planeten sowie einiger rechnerischer Fixpunkte (Aszendent, Medium Coeli, etc.), lassen sich auf einem Blatt Papier beschreiben. (Siehe hierzu das „Grundlagenpapier astrologischer Schulen – Sieben Thesen zur Astrologie“). Die umstrittenen Fragen füllen ganze Bücher. Eine immer wieder heftig diskutierte Frage zielt auf die Frage der „richtigen“ Häuserteilung – der sogn. „Häuserstreit“ in der Astrologie.

Hierzu ein Zitat:

Die Berechnung astrologischer Häuser auf der Erdkugel selbst wird folgendermaßen definiert: Der wahre Horizont eines Geburtsortes wird als Grundkreis angesehen. Dieser Grundkreis wird gleichmäßig im Abstand von 30° durch Großkreise geschnitten, die durch den Nord- bzw. Südpol gehen. Auf diese Weise entstehen zwölf Segmente, nämlich die Häuser. Das 1. Haus beginnt am Schnittpunkt des wahren Horizontes mit dem Himmelsäquator.

Diese Segmentierung auf der Erdkugel wird durch Projektion in den Tierkreis übertragen. Da sich die Erde freilich um ihre eigene Achse dreht, verändert sich die Projektion fortlaufend. Hinzu kommt, daß die Erde gewissermaßen schief zur Ekliptik, also zur Bahnebene von Sonne und Erde steht. Dies führt dazu, daß die Häuser nach gehabter Projektion ungleich groß sind.

Ob nun freilich die Einteilung des wahren Horizontes in Abschnitte zu je 30° auf der Erdkugel oder z.B. lediglich die Segmentierung des Breitenkreises, auf dem der Geburtsort liegt, zur »richtigen« Häusereinteilung führt, ob die Projektion lediglich räumlich-statische Verhältnisse berücksichtigt (z.B. gedachtes Feststehen des rotierenden Erdballs im Moment der Projektion) oder ob die Projektion auf den Tierkreis auch zeitlich-prozeßhafte Bezüge mit berücksichtigt (Segmentierung von Tag- und Nachtbögen), ist eine umstrittene Frage geblieben. Strittig ist außerdem, ob Medium Coeli und Aszendent unmittelbar in die Häuserberechnung integriert sind, wie in den klassischen Systemen von Campanus, Regiomontanus und Placidus sowie in der neueren Manier des GOH-Systems, oder ob Medium Coeli bzw. Aszendent Punkte außerhalb des Häusersystems sind. Schließlich werden noch »radikalere« Methoden vorgeschlagen, die die Probleme der Projektion irdischer Verhältnisse auf die Ekliptik von vornherein umgehen, indem die Ekliptik als solche noch einmal regelmäßig segmentiert wird. Dies sind die vielfältigen äqualen Systeme.

Der sogenannte Häuserstreit in der Astrologie bezieht sich von vornherein auf das technische Problem der richtigen Häuserberechnung. Und auch dabei geht es nicht um die Rechentechnik als solche, sondern um die korrekte Begründung. Unstrittig ist dagegen weitgehend die Auslegung der Häuser.

--- Quelle: Wege der Astrologie, Christoph Schubert-Weller, Chiron Verlag 1996 (ISBN 3925100229)

Auf astrologix finden sich zu dieser Frage einige Beiträge ... Dazu kommen Verweise (Links) zu Artikeln auf anderen Websites, sowie Literaturtipps. Damit sollte klar werden, dass dieses Thema zwar umstritten ist, aber keineswegs so etwas wie einen "Dolchstoss" für die moderne Astrologie darstellt.

Beiträge zum Thema auf astrologix:

  • Nils Chr. Hesberg: Vølliger Blødsinn - Ein verzweifelter Versuch eine leidige Diskussion zu beenden
  •  Dr. Rüdiger Plantiko: Placidus hat doch recht
  • etc. pp. ...

 

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