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Die astrologische Zelltheorie

(Auszug aus dem Medizinisch-Astrologischen Repertorium)

von Andreas Bunkahle - Andreas.Bunkahle@metronet.de (s.a. Homepage)


Die astrologische Zelltheorie stellt einen Versuch dar, die Funktionsweise der Homöopathie und das Wesen von Krankheit und Gesundheit im allgemeinen zu erklären. Dies soll anhand einer Analogie zu einem biologischen Bild und biologischen Funktionsmeachanis men klargelegt werden. Dazu soll das Bild einer Zelle verwendet werden.

Eine Zelle läßt sich grob in 3 Abschnitte gliedern: (Abb.1)

1. Der Zellkern ( Nucleus )
2. Das Zellinnere, der Zelleib
3. Der Interzellularraum

Der Aufbau der Zelle
[Abb.1 Der Aufbau der Zelle]

Der Zellkern mit seiner DNA beinhaltet den Bauplan, um für Körperfunktionen und Körperbeschaffenheit einen generelle Blaupause bereitzuhalten und damit die Abläufe im Körper zu regeln und zu steuern. Überträgt man diesen Inhalt analog auf eine andere Ebene , nämlich auf die astrologische Ebene, so könnte man den Zellkern im astrologischen Erklärungsmodell mit dem Lebensplan vergleichen, wie er auch im Horoskop ersehbar ist. Dieser Lebensplan ist nun zunächst aber noch reine Theorie, d.h. er stellt ein Potential dar, was mit Leben gefüllt werden will und die Art und Weise, wie und ob diese Anlagen, die aus dem Horoskop ersehbar sind, mit Leben gefüllt werden, stellt den Bereich dar, den man als menschliche Willensfreiheit bezeichnet.

Das Zellinnere würde innerhalb dieses Erklärungsmodells eine weitere Komponente verkörpern und repräsentieren. Auf der biologischen Ebene finden im Zellinneren verschiedenste Stoffwechsel- und Lebensvorgänge statt. Man könnte also diesen Bereich in analoger Weise mit dem Verhalten und Erleben im Leben gleichsetzen oder eben mit dem Bereich, der wie oben angedeutet mit der Frage zu tun hat, in welcher Weise das Potential umgesetzt wird oder eben auch nicht. Durch den Vergleich des Inhalts des Zellnukleus mit dem Inhalt von Zellinnerem, also von Plan und Verhalten werden entscheidende Konsequenzen fällig für die Frage, ob jemand gesund oder krank ist.

Die Frage, ob jemand gesund oder krank ist, entscheidet sich nämlich immer an der Frage, ob er oder sie die eigenen Potentiale, Anlagen und Fähigkeiten in der Erlebensform erlebt oder in der Erleidensform erleidet. Was heißt nun aber Erlebensform und was heißt Erleidensform?

Wenn man davon ausgeht, daß im Horoskop verschiedenste Inhalte vorgezeichnet sind, so wie ein Architekt eine Blaupause entwirft, um ein Haus zu bauen oder es eine Welt der Ideen gibt, wie sie Platon postuliert, die alle Formen in Plänen der Dinge bereits vorzeichnet, bevor sie sich real manifestieren, so ist es naheliegend, von der Annahme auszugehen, daß diese Inhalte und Potentiale im Horoskop umgesetzt werden können oder eben auch nicht. Daraus resultiert die Erlebens- wie auch die Erleidensform. Es gibt nämlich stets für jede astrologische Konstellation und damit für jeden Lebensinhalt eine Form, die auf der seelischen Ebene einen bestimmten Inhalt vorzeichnet. In einigen Fällen kann dieser Inhalt oder die Aufgaben, die mit diesem Inhalt zu tun haben, schmerzvoll sein, Angst machen oder Einschränkungen mit sich bringen. Daraus kann dann wiederum eine Abwehrhaltung resultieren, die dazu führt, daß man diese astrologische Konstellation oder diesen Inhalt nicht in sein Erleben bringt und damit verdrängt.

Aber es kann schlechterdings ein Inhalt oder eben eine astrologische Konstellation verdrängt werden, da die Astrologie auf dem hermetischen Grundsatz beruht Wie oben, so unten und wie unten, so oben. Läßt der Betreffende nun aber eine astrologische Konstellation, also einen bestimmten Inhalt in seinem Leben nicht zu, d.h. bringt er einen bestimmten Inhalt nicht in seine Erlebensform, so muß dieser Inhalt eben gemäß des hermetischen Grundsatzes auf einer anderen Ebene umgesetzt werden. Welche andere Ebene bietet sich da an?

Die andere Ebene, die zum Vollzug der Lebensinhalte dient, ist die körperliche Ebene des Menschen. Auch auf dieser Ebene kann sich ein Inhalt oder eine astrologische Konstellation manifestieren. Allerdings handelt es sich dann nicht mehr um die Erlebensform dieser Konstellation, sondern es handelt sich dann um die Erleidensform dieser Konstellation oder allgemein gesprochen eben um Krankheit. Krankheit ist Leiden, da es die Abweichung vom Lebensplan darstellt, die Verdrängung dessen, was eigentlich hätte sein sollen. Ununterbrochen prüfen der Körper und Seele, ob Abweichungen vom Lebensplan vorliegen und sobald sich diese zeigen, werden die nicht erfüllten, die nicht erlebten Inhalte auf der körperlichen Ebene sichtbar. Um in unserem Bild der Zelle zu bleiben : Es findet ständig ein Vergleich der Inhalte des Zellkerns mit denen des Zellinneren statt und damit wird die Grundlage für Gesundheit und Krankheit gelegt. Gesundheit besteht dann, wenn beim Vergleich von Plan und Verhalten Übereinstimmung festgestellt wird (Abb.2).

Der Zustand von Gesundheit
[Abb.2 Der Zustand von Gesundheit]

Es herrscht eine Harmonie zwischen Plan und Verhalten. Treten nun aber Diskrepanzen zwischen Plan und Verhalten auf, so wird der Energiefluß gestört. Dies dokumentiert sich im Auftreten von mehr oder minder feststellbaren Krankheitssymptomen auf der körperlichen Ebene.

In der Astrologie unterscheidet man zudem zwei generelle Ebenen, auf denen sich das Leben eines Menschen vollzieht. Das Radix gibt die Grundeigenschaften an und stellt eine generelle, stets gültige Beschreibung der Charaktereigenschaften und Lebensumstände dar. Diese generelle Ebene wird durch Direktionen, Auslösungen, Transite und Hilfshoroskope wie Solar und Septar z.B. zu bestimmten Zeiten kenntlich modifiziert. Diese Modifikation stellt die andere Ebene dar. Auf beide Ebenen ist die astrologische Zelltheorie anwendbar, also im Generellen wie im Speziellen.

Beide Ebenen lassen sich nur astrologisch begründen und erkennen.

Kommt es nun zu der Situation, daß der Lebensplan auf der generellen Ebene oder zeitweilig auf der speziellen Ebene nicht im Erleben und Verhalten umgesetzt wird, weil der Native sich weigert, seinen generellen oder zeitlich modifizierten Lebensplan bewußt zu erleben und aktiv zu verwirklichen - z.B. durch Angst vor bestimmten Erfahrungen, Bequemlichkeit, etc.- und das Erleben in der Angleichung an den Lebensplan behindert wird, so bleibt der ursprüngliche Zustand im Verhalten und der Lebensplan wird blockiert. Um im Bild der Zelle zu bleiben: Eine Diskrepanz tritt beim Vergleich von Kern und Zellinnerem, von Plan und Verwirklichung zutage. Der Mensch wird krank und entwickelt körperliche Symptom, die immer gleichnishaft auch die Inhalte ausdrücken, die verdrängt werden. (Abb.3)

Krankwerden
[Abb.3 Krankwerden]

Wie kann aus diesem Dilemma heraus eine Lösung gefunden werden, um wieder gesund zu werden ?

Die Lösung dürfte darin liegen, daß die Blockaden, Ängste, Befürchtungen und allgemeinen Hindernisse, die den Patienten davon abhalten, die Erlebensform umzusetzen durch gewisse Anreize und Erfahrungen aufgehoben oder zumindest geschwächt werden, so daß ein Freiraum für die Verwirklichug der Erlebensform entsteht. Einen arzneilichen Anreiz vermag z.B. die homöopathische Heilkunst zu geben.

Um wieder im Zellbild zu bleiben: Eine homöopathische Arznei wird zugeführt. Die Information der Arznei, die sich zunächst im Interzellularraum befindet, "diffundiert" allmählich durch die äußere Zellwand ins Zellinnere (Abb.4).

Verabreichung einer Arznei
[Abb.4 Verabreichung einer Arznei]

Dabei muß es zu Wiederholungen der Gaben kommen, da das Verhalten und Erleben einer allmählichen Anpassung und Einstellung auf die neue Verhaltensweise bedarf. Dann erst ist das Verhalten neu "gestimmt" und bedarf keiner weiteren Informationszuführung. Gesundheit stellt sich ein. Wie hier bereits deutlich erkennbar wird, ist dieses Bild der Zelle keineswegs nur eine Metapher für einen Vorgang, der sonst nur sehr viel schwerer theoretisch zu erklären wäre, sondern es handelt sich möglicherweise um einen Vorgang, der energetisch tatsächlich auch so abläuft.

Gleichzeitig kommt es zunächst zu einer Erstverschlimmerung der Krankheitssymptome, da nun an zwei "Fronten", nämlich an Zellaußenwand und an der Zellkernwand die Diskrepanz besteht. Es erscheint einleuchtend, daß sich die Krankheitssymptome verschlimmern müssen, wenn an zwei Grenzbereichen der Zelle sich verschiedenartige Inhalte zeigen. Man sollte dabei stets berücksichtigen, daß Krankheit mit ihren entsprechenden Symptomen immer auf den Vergleich zweier Bereiche mit unterschiedlichen Inhalten zurückzuführen ist, wie in Abbildung 3 gezeigt wurde. Im Unterschied zum reinen Kranksein, was sich in der Diskrepanz von Inhalten des Zellkerns zu denen des Zellinneren ausdrückt, liegt hier eine zusätzliche Diskrepanz der Inhalte von Interzellularraum zu denen des Zellinneren vor und verstärkt damit die Krankheitssymptome nochmals. Es handelt sich also um die in der Homöopathie vielfach beschriebene und auch bekannte sogenannte homöopathische Erstverschlimmerung. Um vom Bild der Zelle auf die Ebene der Beschreibung der Vorgänge zu gelangen, die diesem Bild zugrundeliegen, so kann man sagen, daß die homöopathische Erstverschlimmerung darauf beruht, daß durch die Hinzufügung eines arzneilichen Reizes und des damit verbundenen Informationsaustausches sich eine Zuspitzung, ja Dramatisierung des sowieso schon vorhandenen Problems ergibt und sich die Konsequenzen dieses Problems, nämlich die Krankheitssymptome, dadurch ebenfalls verschärfen.

Da nun aber der arzneiliche Reiz von außen, nämlich aus dem Interzellurraum, stets leichter in die Zelle, ins Zellinnere, eindringt, als die Information des Zellkerns in das Zellinnere, verschwinden alsbald die Krankheitssymptome, da die Information der Arznei ins Zellinnere diffundiert (Abb.5).

Wieder hergestellte Gesundheit
[Abb.5 Wieder hergestellte Gesundheit]

Die Arzneimittelprüfung beim Gesunden erklärt folgendes Modell: Ein homöopathisches Mittel wird zugeführt und diffundiert ins Zellinnere (Abb.6). Das heißt nun wiederum auf die astrologische Erklärungsebene übertragen, daß im Verhalten und Erleben eines Menschen eine neue Information und damit auch ein neues Verhaltensmuster erkennbar wird. Dieses steht aber für gewöhnlich im Widerspruch zum gerade herrschenden Plan, der im Zellnukleus lokalisiert ist, sofern die Arznei, die einer Arzneimittelprüfung unterzogen wird, nicht gerade zufälligerweise für die Testperson als heilende Arznei angezeigt ist und man somit eigentlich gar nicht von einer Arzneimittelprüfung sprechen könnte.

Wieder tritt also die gleiche typische Diskrepanz zwischen Zellnukleus und Zellinnerem auf, diesmal mit gewechselten Fronten, und erzeugt die für diese Diskrepanz typischen Krankheitssymptome, die beim Vergleich von Zellnukleus und Zellinnerem entstehen. Man spricht in der Homöopathie dann von dem für das geprüfte Mittel typische homöopathische Arzneimittelbild. Zugleich leuchtet auch ein, warum eine homöopathische Arznei bei verschiedenen Menschen sehr ähnliche, aber durchaus nicht hundertprozentig identische Symptome hervorruft: Der Nukleus und damit das Vergleichsmoment für die homöopathische Arznei ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt.

Arzneimittelpruefung
[Abb.6 Homöopath. Arzneimittelprüfung]

Gelänge es beispielsweise durch alchemistische Prozesse die Zellnukleuswand derartig transparent zu machen, so daß die Information des Nukleus, also des Plans, für das Zellinnere, das Verhalten, verbindlich würde, so wäre dies das Allheilmittel für alle Krankheiten. Hier muß allerdings die Frage aufgeworfen werden, ob dies mit der menschlichen Willensfreiheit, seinen Untergang zu wählen, vereinbar wäre, da diese Willensfreiheit sicherlich nicht umsonst besteht.

Wenn man die verschiedenen Komponenten dieses Modells nicht auf ein konkretes Horoskop, sondern auf die abstrakten Prinzipien der vier Quadranten übertragen möchte, so könnte man die Prinzipien wie folgt zuordnen und beschreiben:

Astrologisch wären Verhalten und Plan im zweiten und dritten Quadranten innerhalb der Ordnung der vier Quadranten repräsentiert. Der Plan liegt im dritten Quadranten, das Erleben und Verhalten im zweiten Quadranten.

Der vierte Quadrant und seine Bedeutung für das Krankheitsgeschehen wird bei diesem Anschauungsmodell nicht berücksichtigt. Vermutlich gilt aber in Bezug auf das Verhältnis zwischen viertem und dritten Quadranten Ähnliches wie in Bezug von dritten zu zweiten Quadranten. Der erste Quadrant stellt den menschlichen Körper dar, an dem sich die Symptome zeigen.


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© Copyright 1997 Andreas Bunkahle / astrologix - by TJK [18/Aug/98]