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Aktuelle Veröffentlichung: " Mechanismen der Zeit: Neue astrologische Wege durch die Combintechnik "
108 Seiten mit zahlreichen s/w Abbildungen, broschiert.
Preis DM 27,-
==> ISBN  3-8311-0134-5
Weitere Infomationen unter:
==> www.Lang-astro.de

 

Autor: Werner Lang

Beziehungen und mehr:
Das Combinhoroskop als umfassendes astrologisches Instrument

Beziehungen zwischen Menschen haben eigenes Leben.

Eine Beziehung ist mit dem Kind zweier Menschen vergleichbar: Das Kind trägt zwar Züge seiner Eltern, trotzdem ist es ein eigenständiges Wesen.

Zwischen Menschen entsteht eine bestimmte Chemie, eine Eigendynamik der Begegnung, die bis zu einem bestimmten Grad vom bewußten Wollen der Beteiligten steuerbar ist.

Diese Chemie enthält aber auch Anteile, die außerhalb der bewußten Kontrolle der Beteiligten liegen. Jeder Mensch kennt wohl das Phänomen, daß man sich durch die Anwesenheit bestimmter Menschen gestärkt oder auch geschwächt fühlt. Auch passieren zusammen mit manchen Personen immer wieder die gleiche Art von "Zufällen" oder es ergeben sich fast automatisch bestimmte Gesprächsthemen und dergleichen mehr.

Der Autor N. D. Walsch spricht im zweiten Band seiner Trilogie "Gespräche mit Gott" sogar von einem eigenständigen Beziehungswesen, das zwischen zwei Menschen entsteht und sie aufeinander zuführt. Laut Walsch bildet sich dieses Beziehungswesen genau in der Mitte zwischen den Beteiligten.

Diese Betonung der Mitte ist dabei wichtig. Die Mitte, das Zentrum, ist ein universelles Prinzip. Es hat in den verschiedensten Lebensbereichen eine Bedeutung:

Der Mittelpunkt eines Raumes beinhaltet seine Essenz. In ihm findet sich kon-zentriert die Schwingung des Raumes, seine energetischen Qualitäten. Im Feng-shui wird der Mittelpunkt Tai-Chi (Gesundheit) genannt, in der altindischen Baukunst des Sthapathya-Veda heißt er Brahmastan.

Im Mittelpunkt verdichtet sich sozusagen der Inhalt des Umraums, gleichzeitig wirkt der Mittelpunkt auf den Umraum zurück. Legt man auf den Mittelpunkt eines Raumes (bei einem rechtwinkligen Zimmer auf den Kreuzungspunkt der Diagonalen) eine Substanz, z. B. eine Kräutermischung oder eine Bachblüte, so ist für einen sensitiven Menschen die Wirkung im ganzen Raum spürbar.

Auch in der Astrologie ist der Mittelpunkt bekannt: In der Mitte zwischen zwei wichtigen Punkten eines Horoskops, z.B. zwei Planeten gibt die sog. Halbsumme Auskunft über das Gemeinsame der beteiligten Punkte.

Nun wurde 1972 vom Astrologen H. Schiffmann entdeckt, daß das Prinzip des Mittelpunkts nicht nur für den Raum, sondern auch für die Zeit gilt. Die Qualität der Zeit an einem bestimmten Ort kann mit den Qualitäten einer anderen Zeit an einem anderen Ort in Beziehung gesetzt werden. Der Mittelpunkt zeigt ihre Gemeinsamkeiten. Diese astrologische Vorgehensweise nannte er Combintechnik.

Die Combintechnik wird gegenwärtig fast ausschließlich in der Partnerschaftsastrologie benutzt. Im sog. Combinhoroskop, das auf der zeitlichen und örtlichen Mitte der Geburtsdaten zweier Menschen erstellt wird, zeigt sich die Beziehung der Beteiligten. Es wird sozusagen das "Beziehungskind" sichtbar, das durch die beiden Menschen ins Leben kommt: Ihr gemeinsame Erleben, die Eigendynamik ihrer Beziehung.

Der Ansatz der Combinmethode ist erstaunlich und kann anfangs fast absurd erscheinen. Er hat sich aber ihn relativ kurzer Zeit weit verbreitet und ist mittlerweile bei vielen Astrologen als gültige Methode anerkannt.

Nun gibt es inzwischen auch weitergehende Ideen zur Nutzung der Combintechnik: Akzeptiert man die Idee, daß zwischen zwei Menschen ein eigenständiges "Beziehungswesen" existiert, dann kann man das Combin als das Geburtshoroskop eines solchen Wesens betrachten.

Geburtshoroskope kann man auf verschiedenste Arten und Weisen untersuchen. Folglich müßten allen Techniken, die für Geburtshoroskope gültig sind, auch bei Combinen angewendet werden können.
Wenn also bei normalen Geburtshoroskopen die Combintechnik sinnvoll anwendbar ist, dann liegt die Idee nahe, Combine mit Combinen zu erstellen!

Es zeigt sich dabei, daß durch bestimmte Wege der Combinverknüpfung bestimmte Beziehungen zwischen Menschen astrologisch präzise erfasst und erhellt werden können. Dies betrifft z.B. Familien- und Gruppenhoroskope, durch die sich das Wesen der jeweiligen Gemeinschaft zeigt.

Eine der wichtigsten Erweiterungen betrifft die Partnerschaftsastrologie: Zusätzlich zu dem bekannten Combinhoroskop des gemeinsamen Erlebens wird ein Horoskop für jeden Partner möglich. Diese Horoskope zeigen, wie er bzw. sie die Beziehung erlebt. Die Möglichkeiten der Einsichtnahme in eine Beziehung werden durch diese Dreiheit der Beziehungshoroskope immens gesteigert. Entsprechend wird auch das Finden harmonisierender Vorgehensweisen wesentlich leichter.

Anhand der individuellen Beziehungshoroskope zweier Partner (die hier Uschi und Rolf genannt werden) sei beispielhaft eine Möglichkeit zur Verknüpfung von Combinen dargestellt:

  • Die Geburtshoroskope von Uschi und Rolf zeigen ihr jeweiliges individuelles Sein.
  • Das Combin zwischen Uschi und Rolf beschreibt die Beziehung zwischen ihnen, die Art ihrer Partnerschaft.

Generell zeigen Combine Beziehungen zwischen Partnern, ihr gemeinsames Erleben.

Was passiert, wenn man ein weiteres Combin zwischen diesem eben erstellten ersten Combin und einem der ursprünglichen Horoskope, z.B. dem von Rolf erstellt?

Dieses neue Combin zeigt Rolfs "Beziehung zur Beziehung". Es wird das gemeinsame Erleben von Rolf und der Partnerschaft sichtbar. Dies ist aber nichts anderes als Rolfs Erleben der Partnerschaft!

Noch etwas anders formuliert:

  • Rolfs Geburtshoroskop = Rolfs individuelles Sein.
  • Das Combin zwischen Uschi und Rolf = die Beziehung der Beiden.
  • Das Combin zwischen Rolf und dem (ersten) Beziehungscombin = Rolfs individuelles Sein in der Beziehung.

Die Erfahrung zeigt, daß diese Partnerhoroskope (die sog. Viertelcombine) prinzipiell eine ähnliche Gültigkeit wie normale Geburtshoroskope besitzen, sobald der Partner präsent ist. (Dazu mag es, je nach Intensität der Beziehung, auch genügen, an ihn zu denken.)

Die in Viertelcombinen deutlich werdenden Wesenszüge und Themen sind dabei auch für andere Menschen sichtbar, sie sind also nicht auf die subjektive Erfahrung der Partner begrenzt.

Die Interpretation und Behandlung dieser Combine entspricht grundsätzlich der von normalen Geburtshoroskopen. So können auch alle gültigen Techniken, also z.B. aktuelle Transite etc. wie bei einem normalen Geburtshoroskop angewendet werden.

(Weitere Informationen zur Dreiheit der Beziehungshoroskope unter www.Lang-astro.de.)

Individuelle Beziehungshoroskope mit Menschen sind nur ein Beispiel für die Möglichkeiten der Combintechnik. Darüber hinaus kann auch die "Partnerschaft" eines Menschen mit der Zeit selbst sichtbar gemacht werden: In sog. Zeitcombinen zeigt sich die aktuelle Situation eines Menschen oder auch einer Beziehung.

Untersucht man die aktuelle Zeitqualität eines Menschen z.B. mittels den aktuellen Transiten, so hat man offensichtlich mit zwei Faktoren zu tun: Dem Grundhoroskop und den Transiten. Diese beiden Faktoren müssen vom Astrologen zu einer Gesamtaussage integriert werden.

Combine dagegen zeigen generell das Gemeinsame ansonsten unabhängiger Partner. Dieses Gemeinsame muß nicht wie bei vielen anderen Methoden erst gefunden werden.

So wird in Zeitcombinen direkt das "Beziehungskind" sichtbar, daß zwischen einer Person und der aktuellen Zeitqualität entsteht: Es ist die aktuelle Situation eines Menschen, sein derzeitiges Erleben und Geschehen.

Dieses Beziehungskind trägt Züge seiner Eltern, also des betreffenden Menschen und der Zeitqualität. Es ist aber, wie eingangs beschrieben, ein selbstständiges Wesen, es ist mehr als die Summe seiner Teile.

Genau diese Vermählung der Inhalte des Individuums und der aktuellen Zeitqualität zu einem größeren Ganzen ist im Zeitcombin schon vollzogen. In einem eigenen Horoskopbild zeigt sich wohlgeordnet (wie es Horoskope eben so an sich haben) das jetzige Thema eines Menschen, ohne daß zusätzliche Faktoren miteinbezogen werden müssen.

Natürlich erleichtert das die Interpretation. Dabei ist die Genauigkeit der Entsprechung von Zeitcombinen mit der aktuellen Wirklichkeit eines Menschen verblüffend und einzigartig.

Durch verschiedene Verknüpfungswege können nun unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.

Dies betrifft z.B. die Gültigkeitsdauer der Horoskope: In der Praxis haben sich Monats- und Jahreshoroskope bewährt, in denen die Themen dieser Zeitperioden klar sichtbar werden. Im Prinzip reicht der mögliche Zeitfocus dieser Horoskope aber vom augenblicklichen Moment bis zu in Jahrzehnten zu messenden Zeiträumen. Dies ermöglicht es, sowohl kurzfristige Situationen als auch langfristige Entwicklungslinien zu erfassen.

(Weiterhin können auch Zeitcombine wie normale Horoskope behandelt und interpretiert werden, entsprechend auch mit allen gültigen Techniken kombiniert werden. Im übrigen ist die Realisierung aller genannten Combinhoroskope mit einer astrologischen Computersoftware mit Möglichkeit zur Combinerstellung in Sekundenschnelle möglich. Die meisten Programme haben mittlerweile eine solche Option.)

Weiterhin gibt es verschiedene Möglichkeiten zu inhaltlichen Schwerpunkten. Es sei hier nur noch die Unterscheidung zwischen

  1. der Situation selbst,
  2. dem spezifischen Beitrag des Horoskopinhabers zur Situation (inclusive seines subjektiven Befindens) und
  3. den in der Situation dem Horoskopeigner entgegenkommenden Menschen und Umständen genannt.

All diese Blickwinkel ergeben dabei eigene Horoskopbilder, die genau für den definierten Bereich und nur für diesen gültig sind. Auch dies erleichtert die Interpretation.

Die unter c) genannte Möglichkeit der Untersuchung der entgegenkommenden Sichtbarkeit ermöglicht z.B. prinzipiell, nur aus dem eigenen Horoskop heraus die Situation der begegnenden Menschen zu erfassen. Für beratende Astrologen kann dies bei unklaren Zeit- oder Datumsangaben sehr hilfreich sein. Man bekommt tatsächlich ein eigenes Horoskopbild zur Situation der Menschen (und Umstände), die einem im Äußeren begegnen.

Die Combintechnik ergibt gewaltige Vorteile für die astrologische Praxis. Gleichzeitig ergeben sich aus ihrem offensichtlichen Funktionieren bestimmte philosophischen Einsichten und Konsequenzen.

Dies beginnt schon mit dem Erstellen eines Combins. Das dabei verwendete Verfahren ist üblichen astrologischen Verfahren diametral entgegengesetzt.

Details der astronomisch-astrologischen Gegebenheiten der beteiligten Partner werden anfangs völlig außer Acht gelassen. Stillschweigend geht die Combinmethode davon aus, daß die Seinsqualität, die bei der Geburt eines Menschen vorliegt, in ihrer Gesamtheit durch zwei Koordinaten erfasst wird: Durch den Zeitpunkt und den Ort der Geburt.

Erst bei dem errechneten Mittelwert der Geburtsdaten der beiden Beteiligten, dem Combinhoroskop, werden die konkreten astrologischen Details dann, wie bei jedem anderen Horoskop auch, in Betrachtung gezogen.

Damit wird eine übergreifende Kraft angenommen, die der Vielfalt der astrologischen Details, also der Planetenpositionen etc. zugrundeliegt: Es ist die Zeit selbst.

Die astronomisch-astrologischen Details erscheinen damit als untergeordnete Ausdrucksformen einer ganzheitlichen, ungeteilten Wirkkraft, die, ähnlich dem Körper eines Menschen, über eine sinnvolle Gesamtgestalt verfügt. Traditionelle astrologische Zuordnungen spiegeln dies sehr bildhaft wieder, wenn etwa das Zeichen Fische den Füßen zugeordnet wird, der Steinbock den Knien usw.

Auf andere Weise drückt dies der Astrologe Wolfgang Döbereiner aus, wenn er sagt, daß es bei Kenntnis der grundlegenden Eckdaten eines Horoskops prinzipiell möglich sei, die Position noch fehlender Planeten zu schlußfolgern.

Es passt ebenfalls ins Bild, daß die zeitlichen Daten eines Combinhoroskop, also Datum und Uhrzeit, nicht nur bei astrologischer, sondern auch bei numerologischer Untersuchung sinnvolle Ergebnisse ergeben.

Durch die Combintechnik werden Mechanismen der Zeit deutlich, die Grundfragen der Astrologie berühren. Sie weisen deutlich auf eine Einheit hin, die der sichtbaren Vielfalt der Schöpfung zugrundeliegt.

Dies ist sicherlich alles andere als eine neue Aussage, nur wird sie bei der Arbeit mit Combinen von einer abstrakten Annahme zu einer ständig erlebten Wirklichkeit.

In letzter Konsequenz weist das Funktionieren der Technik des Combins auf den Einen Ursprung der Dinge, der nur noch in religiösen Begriffen benannt werden kann.

Combine vereinfachen die astrologische Arbeit auf vielen Gebieten und ergeben des öfteren tiefe persönliche wie auch allgemeine astrologische Einsichten. Auch hat das Ausloten ihrer neuen Möglichkeiten gerade erst begonnen. Es dürfte noch sehr viel Faszinierendes wie Nützliches zu entdecken sein.
Viel Freude dabei!


Aktuelle Veröffentlichung:
Mechanismen der Zeit
Neue astrologische Wege durch die Combintechnik

W. Lang bei Libri BoD, ISBN 3-8311-0134-5;
108 Seiten mit zahlreichen s/w Abbildungen, broschiert.
Preis DM 27,-
Weitere Informationen unter www.Lang-astro.de.

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