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Sternbild Magazin

Wie sich der Himmel auf der Erde widerspiegelt ...
... und wie Sie lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen


von Barbara Seitz

Ein Geysir ist atemberaubend schön und faszinierend, aber gleichzeitig furchterregend, gefährlich und unberechenbar. Er speist sich aus den Urgewalten der Erde - und er hat mit Pluto zu tun. Alles, was sich oben am Himmel abzeichnet, lässt sich auf der Erde wiederfinden. Nichts anderes als eine unterschiedliche Ausprägung derselben Energie ist es, das diese innere Verwandtschaft herstellt.

Ein Planet ist ein Himmelskörper, der genau wie unsere Erde um die Sonne kreist. Damit aber nicht genug. Jeder Planet steht auch für eine ganz bestimmte Energie.

Bei Sonne und Mond ist uns diese Wirkung selbstverständlich. Sie ist eigentlich jedem Menschen bewusst, auch wenn er sich noch nie mit Astrologie oder ähnlichem beschäftigt hat. Die Sonne gibt den Rhythmus der Jahreszeiten vor. Von ihrer Einstrahlung hängen Wachsen und Gedeihen ab. Der Mond hat Einfluss auf die Gezeiten, damit auf das Wasser und auf die Lebewesen - die Pflanzen, Tiere und Menschen.

Bei den Planeten Merkur bis Pluto ist solch eine direkte Wirkung bislang nicht bewiesen. Es gibt Beobachtungen und Vermutungen, aber noch keine Gewissheit. Ob ein Planet nun tatsächlich eine Ausstrahlung hat, die Veränderungen auf der Erde bewirken, oder ob ein Planet lediglich als Symbol fungiert, spielt allerdings gar keine Rolle. Eine bestimmte Energie verkörpert er so oder so.

Darum geht es hier, diese Art von Energie zu erkennen. Wer einmal begriffen hat, was es mit einer bestimmten Planetenenergie auf sich hat, wird diese überall wiedererkennen, wo immer und wie immer sie auftaucht.

Jeder Planet hat seine schönen Seiten und jeder Planet hat seine Schattenseiten. Mit den Eigenschaften, die zu den Planeten gehören, ist das genauso. Auch hiervon gibt es eine günstige Ausprägung und eine übersteigerte, kritische Form.

So gehört die vorwärtstreibende Kraft, das Mutige, Aktive zum Potenzial von Mars. Genauso aber gehört die Aggressivität dazu, das Verletzende. Die Gefühlswelt, das Mütterliche, Kindliche, Weibliche, Gemütliche dagegen ist unter dem Motto "Mond" versammelt. Aber auch das Weinerliche, Gefühlsduselige. Für die überraschenden Erlebnisse und plötzlichen Erkenntnisse wiederum steht Uranus. Zu diesem Planeten gehört aber auch das Unberechenbare, Unzuverlässige.

Mit solchen Eigenschaften ist es aber noch lange nicht getan. Die Energie der Planeten lässt sich noch auf weit mehr Ebenen erkennen als nur in Eigenschaften wie gemütlich, mutig oder kontaktfreudig. Im Reich der Farben und Formen, in der Pflanzenwelt, in der Tierwelt und in der Ausgestaltung der Landschaft werden die Planetenenergien ebenfalls widergespiegelt. Genauso lassen sie sich in Wohnungen finden. Probieren Sie es aus, machen Sie sich auf die Suche und entdecken Sie die Planetenkräfte in Ihrer eigenen Umgebung!


Pluto - ein Vulkan

Fährt man durch vulkanisches Gelände, wie es in Island, in der Solfatara bei Neapel oder im Yellowstone-Park in den USA zu finden ist, wird man ständig bei jedem Schritt an die Gefahr erinnert. Ob Lavaströme, Geysire, Schlammquellen oder giftiger Schwefeldampf - die sprudelnde und zischende Kraft dieser Vulkangegenden ist nicht zu bändigen. Sie ist sogar existenzbedrohend. Man wird sich der eigenen Schwäche bewusst und der Vergänglichkeit.

Nun wäre es einfach zu sagen: "Ja, dann bleibe ich eben weg". Aber gerade solche Gegenden üben auch eine starke, eine eigenartige Faszination auf uns aus. Wie magnetisch fühlen wir uns angezogen von den Abgründen, die sich da auftun. Dieselbe Anziehungskraft hat auch Pluto. Er ist Herrscher über diese Landschaften.

Sicher haben Sie schon einmal Menschen kennen gelernt, deren eindringlicher Art Sie sich kaum entziehen konnten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sie mag oder nicht. Entscheidend ist die Faszination, die von ihnen ausgeht. So ist Pluto - gefährlich und schön, faszinierend und abstoßend. Haben Sie sein Wesen mal erkannt, werden Sie es überall auf der Erde wiedererkennen - ob als Teil einer Landschaft oder als Wesen eines Menschen.


Saturn, die Felsen und die Wüste

Karge, felsige Gegenden, Hochgebirge und auch Wüsten werden Saturn zugeordnet. Wo Saturn herrscht, da ist nichts. Der nackte Fels, harter Boden, auf dem nichts wächst, das Leben scheint erloschen, nur in minimalster Form sind noch Zeichen davon zu finden, als dürre Grashalme oder vereinzelte Insekten.

Trotslos, so empfinden manche Menschen diese kahlen, leeren Landstriche. Anderen wiederum bestaunen die Großartigkeit, das Machtvolle. Sie finden gerade hier oben auf einem Berg oder inmitten einer Wüste zu sich selbst, fühlen sich dort näher bei sich und näher bei ihrem Schöpfer. Eben weil sie nicht abgelenkt werden. Keine Blumenpracht als Wohltat für die Augen, kein Vogelgezwitscher, kein Säuseln von Blättern im Wind als Genuss für die Ohren. Ja nicht einmal Reklame oder Motorenlärm. Einfach nichts. Alles ist auf das Notwendigste beschränkt.

Saturn hat die Einschränkung und Genügsamkeit quasi erfunden. Er hilft uns bei der Konzentration auf das Wesentliche. Wo wäre das besser möglich als in einer Umgebung, die nicht ablenkt? Die Ruhe vermittelt und uns auf uns selbst zurückwirft?

Da ist nichts mehr, das beschönigt, kein Schmuck, kein Weichzeichner. Klar und unbestechlich liegen die Formen bloß. Auch die Formen der Seele, die Gedankenformen, die Gefühle. Es gibt kein Ausweichen.

Wer längere Zeit in einer Saturn-Landschaft unterwegs war oder sich durch einen minimalistischen Einrichtungsstil Saturn ins Haus holt, wird seine Qualität und Würde kennen lernen. Es ist eine Auseinandersetzung, die zuerst hart wirkt, dann aber als reinigend und schließlich als höchst befreiend empfunden wird.


Neptun und die Weite des Meeres

Viele Menschen werden von einer großen Sehnsucht erfasst, wenn sie aufs Meer hinausschauen. Der Horizont liegt in weiter Ferne, oft im Dunst untrennbar mit dem Himmel verbunden. Man taucht in die Unendlichkeit hinein, fängt unwillkürlich an zu träumen. Lässt sich von den Wellen in die Ferne ziehen, sich einfach forttragen. Was mag hinter dem Horizont liegen? Verlockend ist die Ferne, groß wird der Wunsch, sich dem Unbekannten auszuliefern.

Das Meer gilt als Heimat Neptuns und regt damit die Fantasie an. Sich verloren fühlen in dieser Unendlichkeit, aber auch sich vertrauensvoll aufgehoben fühlen im Universum - beides kann durch dieses neptunische Erlebnis ausgelöst werden.


Venus lässt das Land erblühen

Vermissen Sie Freude in Ihrem Leben? Dann suchen Sie sich eine hügelige Landschaft mit saftigen Weiden und blumenübersäten Wiesen, dazwischen etwas Gebüsch oder mal ein Wäldchen. Eine liebliche Gegend, die einem das Herz aufgehen lässt. Warum? Weil das eine Venus-Landschaft ist. Nichts Eckiges, Störendes oder Giftiges ist hier zu finden.

Sanft, freundlich, harmonisch - so wirkt Venus aufs Gemüt. Gehen Sie in ihrer Landschaft spazieren, ziehen Sie mit den Augen oder auch mit den Händen die weich gerundeten Formen nach. Es ist wie ein Tanz!


Merkur und die Einkaufsstraße

Quirlig, lebendig und kontaktfreudig ist Merkur. Er ist der Geschäftemacher, trägt Nachrichten und Botschaften weiter. Wo er ist, da ist Leben, da wird gekauft und verkauft, da wird gehandelt und gefeilscht. Es werden Informationen ausgetauscht, Erlebnisse werden weitererzählt.

Einkaufsstraßen und Marktplätze werden daher Merkur zugeordnet. Auch draußen in der Natur gibt es Merkur-Plätze. Das sind Gegenden, die besonders abwechslungsreich sind. Wie etwa ein munterer Wasserlauf, der über Steine plätschert und allen Tieren und Gräsern ringsum scheinbar aufgeregt alle Neuigkeiten von unterwegs mitteilt.

Immer hat Merkur hat etwas Belebendes. Und er ist mit einem praktischen Nutzen verbunden. Nicht umsonst wurden Handelszentren gerne an Wasserläufen errichtet. Der Fluss schenkte eine einfache, naturgegebene Möglichkeit, Waren zu transportieren. Auch Wege, die die Landschaft allein durch ihre Form vorschlägt, wie etwa ein natürlicher Einschnitt in einem Höhenzug, unterstehen Merkur. Treffen mehrere Wege in einer Kreuzung aufeinander, ruft der Platz direkt nach einer Ansiedlung. Es ist ein besonders günstiger Merkur-Platz, eine Möglichkeit Geschäfte zu machen, Handel zu treiben und Kontakte zu schließen.


Bewusstheit entwickeln

Das sollen nur ein paar Beispiele sein, wie Planetenenergien in unserem äußeren Umfeld wiederzuerkennen sind. Fangen Sie einfach damit an, bei Ihrer nächsten Spazierfahrt nach Merkmalen zu suchen. Das Verständnis für die Zusammenhänge wächst auf diese Weise spielerisch.

Was wird es für Sie verändern, wenn es Ihnen gelingt, eine Blume, einen Baum, ein Tier, eine Landschaft oder auch die Ausstrahlung einer Stadt den Planeten zuordnen zu können? Eine ganze Menge! Das Leben wird klarer. Das Verwirrende, das oftmals so ungehindert auf uns einstürzt, lässt sich damit im Zaum halten.

Erkennen Sie Schritt für Schritt den Symbolgehalt der Welt. Es ist eine Bildersprache. Deren Deutung lässt sich mit Hilfe der Astrologie lernen. Ihr Bewusstsein wird sich verändern, Sie werden die Welt mit anderen Augen sehen. Werden nicht länger Zartheit und Weichheit in einer Gegend suchen, die eindeutig saturnisch oder plutonisch geprägt ist. Werden anhand äußerer Symbole die Qualität erkennen, die sich dahinter verbirgt.

Mit etwas Übung werden Sie erkennen, warum Sie sich in einer bestimmten Gegend so unaussprechlich wohl fühlen, in einer anderen dagegen die ständige Aufforderung zur Flucht verspüren. Sie werden wissen, warum Sie in mancher Umgebung aggressiv werden, auch ohne direkten Anlass, und warum in einer anderen Umgebung eine gewisse Schläfrigkeit oder sogar Traurigkeit in Ihnen aufsteigt.

Je genauer Sie sich kennen, desto exakter können Sie beurteilen, was Sie gerade brauchen. Es ist eine gute Übung, sich ganz bewusst bestimmten Energien auszusetzen. Völlig angstfrei, nur eben, um eine Erfahrung zu machen. Wenn dann ein bestimmter Planeteneinfluss als Transit auf Sie zukommt, ist es keine große unbekannte Bedrohung mehr, der Sie ausgeliefert sind, sondern etwas, das Sie bereits kennen und einordnen können. Sie werden sehen, damit tun Sie sich gleich viel leichter.

Haben Sie gelernt, mit den kritischen Seiten einer Eigenschaft umzugehen, und wissen Sie, wie Sie diese in eine erlöste Form verwandeln können, dann kann Ihnen nichts mehr auf der Welt Angst einjagen. Kommen Sie an einen Platz, der nach Pluto riecht oder an dem Sie die Fesseln Saturns fühlen, dann können Sie sich sofort mit den jeweiligen positiven Eigenschaften dieser Planeten verbinden. Sie kennen die Auslöser und wissen, was die Stunde geschlagen hat. Spannend bleibt das Leben also trotzdem noch. Aber Sie haben es besser im Griff. Sind nicht mehr so hilflos den Schaukelbewegungen des Schicksals ausgeliefert.

Der Clou an der Sache ist der: Wer mit den Planetenenergien umgehen kann, kommt mit dem Leben insgesamt besser zurecht. Versteht die Zusammenhänge besser. Nimmt nicht mehr alles, was passiert, so ungeheuer persönlich und fängt bei jeder Kleinigkeit an zu leiden. Er steht darüber, bleibt gelassen und innerlich ruhig.




Planeten und ihre Ausprägung in Landschaften und Orten

Sonne: Große, alte Bäume. Majestätische Ströme. Üppige Sonnenblumenfelder. Prachtvolle Parks und Schlösser.

Mond: Seen und Tümpel. Gewundene Bäche. Eingewachsene, verzauberte Häuschen.

Merkur: Ein Vogelparadies. Einkaufsstraßen, Marktplätze, Wegkreuzungen.

Venus: Hügellandschaften, grüne Weiden, Blumenwiesen. Kuh- und Schafherden.

Mars: Kantige, raue und heiße Gegenden mit wilden Tieren. Feuerplätze. Sportstätten.

Jupiter: Gegenden, die rundum einen großen Weitblick erlauben. Grasende Pferde. Eine exotische Anlage. Regierungsgebäude.

Saturn: Felsen, Hochgebirge, Wüsten. Alles, was hart und kalt ist und einsam. Viel Ruhe.

Uranus: Ein ungewöhnlich geformter Felsen. Was einen zum Lachen bringt. Plätze, an denen oft der Blitz einschlägt. Flugplätze.

Neptun: Das Meer. Alles, was Weite und Unendlichkeit in sich trägt. Auch Sanddünen.

Pluto: Vulkanische Gegenden. Alles, was bedrohlich und zugleich faszinierend wirkt.


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