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Zerstört das Fernsehen die Seele?


von Michael Allgeier

Ständiges Fernsehen sowie das tägliche stundenlange Abtauchen in Computerspiele und Internet-Chats gehören zu den mittlerweile anerkannten Mediensüchten, die für das Leben dramatische Konsequenzen haben können und doch nur von den Wenigsten richtig ernst genommen werden. Der Mensch wird hier gar nicht unähnlich dem Drogenkonsum in innere Bilderwelten hineingezogen, die seine Seele oft nicht mehr ausreichend verarbeiten kann.

Tatsache ist, dass die Deutschen durchschnittlich 3-4 Stunden täglich vor ihrem Fernsehgerät sitzen. Ein bisschen süchtig ist also schon fast jeder. Die meisten unter uns kennen dann auch das Phänomen des Fernsehens: Man starrt spät abends fast lethargisch in die "Glotze", lässt sich von den Bildern berieseln und ist mehr im Traum- als im Wachzustand. Irgendwie findet der Finger den Ausknopf nicht. Obwohl die Sendungen eigentlich mehr als langweilig sind, wird ruhelos durch die Programme gezappt. Im Nu ist die Nacht hereingebrochen. Müde und voll von Bildern schleppt man sich zu Bett.

Jetzt beginnt das eigentliche Drama. Unsere Seele, die in Beziehung zum Mond und damit zur Nacht und zum Schlaf steht, ist aufgewühlt und kommt nicht zur Ruhe. Die Szenen der Gewalt, die wir eben noch vor dem Fernseher verfolgt haben, haben die Seele irritiert und wollen nun in unseren Träumen, die in Verbindung mit Neptun stehen, aufgearbeitet werden. Hat die abendliche Bilderflut besonders sensible und verletzliche Bereiche der Seele angesprochen, toben in ihr heftige Kämpfe, die sich in schweren Albträumen äußern können. Zähneknirschen, Schweißausbrüche, Hin- und Herwälzen und wirres Reden im Schlaf können von Außen beobachtet werden.

Viele Menschen wachen am nächsten Morgen seltsam "gerädert" auf, haben ihre Träume aber bereits wieder vergessen bzw. verdrängt. Letzteres findet seinen Fortgang im Alltag. Innere Konflikte schwelen wie ein Brandherd, der nicht entdeckt wurde. Schlechte Laune und unerklärliche Dünnhäutigkeit tauchen auf. Irgendetwas stört, man weiß nur nicht genau was. Man kann sich gut vorstellen, dass diese Stimmungen ein freies Aufleben verhindern und zu vielen unnötigen Konflikten mit anderen Menschen führen. Denn irgendwie muss sich ja auch der angestaute innere Druck Luft machen.

Der größten Gefahr durch allzu häufiges und vor allem nicht altersgerechtes Fernsehen Schaden zu erleiden, sind Kinder ausgesetzt. Bei ihnen ist das Bewusstsein noch zu schwach ausgeprägt, so dass die Bilder ungehindert, ohne den Filter des verarbeitenden Verstandes in das Unterbewusstsein vordringen können. Kinder nehmen Filme noch als Realität wahr. Der Übergang von Traum und Wirklichkeit ist bei ihnen noch fließend, sie durchleben alle filmischen Szenen - ob sie nun mit Freude oder Leid verknüpft sind - mit wesentlich größerer Intensität als ein Erwachsener. Sie neigen immer zu einer Identifizierung mit den in Filmen auftretenden Personen und schlüpfen so selbst in alle möglichen Rollen hinein.

Fernsehen kann in gesundem Maße natürlich auch förderlich für Geist und Fantasie sein. Es ist mit seinen vielfältigen Informationen und guten Filmen (wenn sie denn einmal laufen...) fester Bestandteil unserer Kultur. Sehr viel wertvoller, da sinnlicher, ist in dieser Beziehung allerdings das Kino.

Das ändert aber nichts daran, dass das wahllose und ständige Fernsehen von sich selbst und von anderen wegbringt. Es lässt keine wirkliche Kommunikation zu, worunter früher oder später jede Beziehung zu leiden beginnt. Schlimm sind nicht zuletzt die ganzen Vorurteile und Klischees, die sich in Form vieler Gewalt- und Sexszenen in den Köpfen der Fernsehsüchtigen festsetzen.

Einen extrem zerstörerischen Einfluss auf die Seele können natürlich Horrorfilme haben, die nicht nur verdrängte Schattenseiten der Seele ansprechen, sondern sie auch beträchtlich fördern können. Immer wieder kommt es zu Massakern und Gräueltaten, die ähnlich ablaufen wie in den zuvor konsumierten Videos.

"Neptuniker" sind besonders anfällig für Mediensucht

Eine Neigung zu Mediensucht haben vor allem Menschen mit einem stark stehenden Neptun im Horoskop. Mond-Neptun-, Sonne-Neptun-, Venus-Neptun-, Merkur-Neptun-Aspekte, Neptun am Aszendent oder in Haus 1, die Fische-Sonne sowie die Sonne in Haus 12 deuten auf eine ausgesprochene Vorliebe für Scheinwelten hin und lassen schnell darin eintauchen. Vor allem Kinder mit diesen Aspekten können sich der starken Sogwirkung von Fernsehen, Computer und Internet nur schwer entziehen. All diese Medien können letztlich ebenso förderlich wie krank machend sein. Wir können nicht mehr ohne sie leben, haben vielfach aber noch nicht den richtigen Umgang mit ihnen gefunden. [MA]

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