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Astrologische Fachbegriffe : H...


Halbsumme
Halbsummen sind Winkelbeziehungen, bei denen ein Faktor, der die "Achse" bildet, nach beiden Seiten von zwei anderen Faktoren - auf dem Gradkreis gemessen - gleichweit entfernt ist. Rechnerisch steht der mittlere Faktor in der halben Summe der innerhalb des Gradkreises addierten Positionen der anderen beiden.
Es gibt jeweils zwei Halbsummenpunkte, die in gradgenauer Opposition zueinander stehen. So liegen z.B. die Halbsummenpunkte von 0° Widder und 0° Krebs auf 15° Stier und 15° Skorpion.

Haus
Astronomisch ist das Haus ein bestimmter Bereich des Tageslaufs eines Gestirns (siehe Häusersystem): So wie die Stellungen der Gestirne im Verhältnis zum Jahreslauf der Sonne in zwölf Tierkreiszeichen gegliedert werden, so teilt man sie nach dem Tageslauf in zwölf Häuser. Astrologisch bedeuten die Häuser die zwölf "Richtungen", die der menschliche Wesensausdruck nehmen kann: Steht das erste Haus für das Ich, den besonderen Ausdruck der Eigenpersönlichkeit, so das gegenüberliegende siebte für das Du, die Umwelt. Steht das zweite Haus für die Richtung des Sammelns, des zum Stoff Strebens, so das gegenüberliegende achte Haus für das Streben vom Stoffe weg, auch vom Ich weg. Das dritte Haus repräsentiert das auf nahe Beziehungen, nahes Denken Gerichtetsein, das neunte Haus das ferne Denken, das auf das Umgreifende Gerichtetsein. Das vierte Haus, Haus des Woher, der Wurzeln, steht dem zehnten Haus, Haus des Wohin, des Lebensziels, gegenüber. Steht das fünfte Haus, für die stoffliche Richtung des Gefühlslebens (z.B. im Spiel), so das elfte für dessen vergeistigte Richtung (z.B. Freundschaften). Das sechste und zwölfte Haus hängen mit der Einstellung zu Leid und Sorge zusammen - das zwölfte mit dem Leid in der eigenen Sphäre, das sechste mit dem Leid der anderen.

Literatur:
Dane Rudhyar: Das astrologische Häusersystem (rororo 9128)
Thomas Ring: Astrologische Menschenkunde, Band II, Ausdruck und Richtung der Kräfte. (Bauer Verlag).


Häusersystem
Der Tageslauf eines Gestirns ist durch Aufgang, obere Kulmination, Untergang und untere Kulmination in vier Abschnitte geteilt, die in unseren Breiten ungefähr von gleicher Dauer sind. Diejenigen Punkte der Ekliptik, die gerade eine dieser vier Eckstellungen einnehmen, sind Aszendent, Medium Coeli, Deszendent und Imum Coeli. Ein Häusersystem unterteilt diese vier Quadranten weiter in je drei Abschnitte, so daß sich eine Zwölfteilung des Himmelsraums gemäß dem Tageslauf ergibt.

Da die Art, wie diese Zwölfteilung zu erfolgen hat, sich nicht zwangsläufig aus der Himmelsgeometrie ergibt, gibt es dazu verschiedene Ansichten. Man unterscheidet:

  • Temporale Häusersysteme wie das des Placidus, das in Deutschland am meisten verbreitete System: Die Himmelsregionen ergeben sich bei ihm aus dem Verhältnis der Zeit seit dem Erreichen des Quadranten zu der Zeit, die für das Durchlaufen des gesamten Quadranten benötigt wird.

  • Geometrische Häusersysteme wie das des Regiomontanus: Die Himmelsregionen werden bei ihm durch Positionskreise getrennt, das sind Großkreise durch Nord- und Südpunkt des Horizonts (wie z.B. der Horizont selbst oder der Geburtsmeridian), wobei die Teilung in je drei gleich große Teile auf dem Äquator erfolgt. Das System des Campanus ist ähnlich konzipiert, nur erfolgt die Teilung auf dem Ost-West-Vertikal (dem durch Ost- und Westpunkt des Horizonts sowie durch den Zenit verlaufenden Großkreis). Das von Dr. Koch propagierte, von Zanzinger und Specht erfundene Häusersystem des Geburtsorts (GOH) teilt die Abstände zwischen den Ecken (Aszendent, MC, IC und Deszendent) nach ihrer schrägen Aufsteigung.

  • Symbolische wie das des Porphyrius, der einfach die Abstände zwischen den Ecken auf der Ekliptik drittelt, oder das althergebrachte äquale System (in unserer Zeit von J. Vehlow propagiert), bei welchem alle Häuser gleich groß sind und der Aszendent die Mitte des ersten Hauses bildet.

Für eine Diskussion von Häusersystemen in Polarregionen siehe die ausgezeichnete Darstellung von Robert Hand: The Ascendent, Midheaven and Vertex in Extreme Latitudes, in; Essays on Astrology, Whitford Press 1982.


heliakisch [griech.-lat. - "zur Sonne gehörend"]
Heliakischer Aufgang: Der Tag der ersten morgendlichen Sichtbarkeit eines Sterns im Jahreslauf.

Heliakischer Untergang: Der Tag der letzten abendlichen Sichtbarkeit eines Sterns im Jahreslauf.


Horoskop [griech.-lat. "Stundenseher"]
A) schematische Darstellung der Stellung der Gestirne zu einem bestimmten Zeitpunkt als Grundlage zur Schicksalsdeutung;
B) Aufzeichnung des Standes der Sterne bei der Geburt, Kosmogramm.
C) Voraussage über kommende Ereignisse auf Grund von Sternkonstellationen;

Hyleg
... der über das Leben eines Menschen entscheidende Planet:
Neben dem Geburtsgebieter berücksichtigt der interpretierende Astrologe noch den Hyleg als Leben- und Kraftspender, als Motivator. Hyleg wird als für die Lebensfähigkeit, für Ausdauer und Beständigkeit und somit auch prägend für Verlauf und Ausgang des Lebens wesentlich erachtet.
Die Sonne ist bei einer Taggeburt Hyleg, wenn sie im 1., 7., 9., 10. oder 11. Haus steht. Entspricht sie nicht diesen Angaben, dann wird der Mond Hyleg, sofern er in einem der obengenannten Häuser steht. Entspricht der Mond bei einer Nachtgeburt nicht den Angaben, so wird die Sonne Hyleg, sofern sie in einem der oben genannten Häuser steht. Wenn weder Sonne noch Mond den Anforderungen entsprechen, um Hyleg zu sein, so wird der Aszendent als solcher erachtet.

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